Der weibliche Zyklus im Fokus mit Ayurveda.
- Kapha dominiert die erste Zyklusphase (nach der Menstruation): Stabilität, Aufbau, neue Kraft schöpfen
- Pitta entfaltet sich rund um den Eisprung: Energie, Klarheit, Hitze – ideale Zeit für Aktivität, Tatkraft und Selbstausdruck
- Vata prägt die Zeit vor und während der Menstruation: Sensibilität, Rückzug, Bedürfnis nach Ruhe und Regeneration

Inspiration für deinen Alltag: So gelingt der Einstieg
Manchmal braucht es keine radikale Veränderung – sondern kleine Rituale, die im Alltag Raum schaffen. Achtsamkeit beginnt oft in den kleinen Momenten: beim Einölen des Körpers, beim langsamen Teetrinken, beim bewussten Atmen zwischen zwei Aufgaben.
Hier ein paar Inspirationen für deine Yoga- und Ayurveda-Praxis für mehr Wohlbefinden in deinem Alltag.
Ayurveda-Tipps für den Alltag:
- Zyklusfreundliche Ernährung: Warme, gekochte Mahlzeiten mit Gewürzen wie Kurkuma, Ingwer, Zimt, Fenchel, Kümmel – besonders in der Vata-dominanten Phase.
- Hormonfreundliche Ernährung: Ghee, Sesamöl, Mandeln, Leinsamen, Wurzelgemüse, gekochte Äpfel und Datteln nähren das Gewebe (insbesondere das Fortpflanzungsgewebe = Artava Dhatu)
- Abendliches Fußölritual: Padabhyanga (ayurvedische Fußmassage) beruhigt das Nervensystem und fördert erholsamen Schlaf. Besonders ab der zweiten Zyklushälfte sehr zu empfehlen, wenn der Körper immer mehr in den Rückzug geht.
- Zyklus-Tee: Kräuter wie Frauenmantel, Himbeerblätter oder Lavendel begleiten dich durch die einzelnen Phasen.
Yogapraxis nach Zyklusphase:
- Menstruation: ruhiges und erholsames Yin-Yoga, Yoga Nidra, sanfte Yoga-Flows, wenn sie dir gut tun, Meditation.
- Aufbauphase (Kapha): Weiche Flows, die wieder mehr Bewegung und Aktivität in den Körper bringen z.B., Sonnengrüße, klassisches Hatha-Yoga, sanfte Vinyasa-Flows.
- Eisprung (Pitta): Dynamische Flows, kraftvolle Asanas, Sonnengrüße.
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PMS (Vata): Erdende Übungen und lange Haltezeiten (Yin Yoga)
Diese Routinen müssen nicht perfekt sein, sie sollten dich unterstützen und nicht stressen. Vielleicht beginnst du mit einer einzigen Übung am Tag, einem Moment der Stille, einer bewussten Pause. Daraus entsteht oft mehr, als wir erwarten.
Wenn wir die Yoga-Praxis an den weiblichen Zyklus und Körper anpassen, geht es vielmehr um Präsenz und Spüren. Statt „tiefer in die Haltung zu gehen“ fragen wir: Was brauche ich heute wirklich? Diese Art des Praktizierens lädt dazu ein, auf die Sprache des Körpers zu hören – auf Spannungen, Müdigkeit, aber auch auf Kraft und Lebenslust.
Gerade während der prämenstruellen Phase oder der Menstruation ist ein sanfter Yoga-Stil wohltuend. Restorative Asanas, Yin Yoga oder geführte Meditationen helfen, innerlich loszulassen und das Nervensystem zu beruhigen. In aktiveren Phasen – z. B. rund um den Eisprung, dürfen es dynamische Flows sein, die das Pitta-Feuer stärken und nach außen wirken.
Diese 23-minütige Yoga-Einheit für ayurvedische Balance ist speziell für alle 3 Doshas geeignet und kann wunderbar in den Alltag integriert werden.
Achtsame Auszeiten in der Yogapraxis schaffen Raum für Besinnung. Für viele Frauen ist das der Moment, in dem sie endlich wieder bei sich selbst ankommen und genau darin liegt der Schlüssel: nicht mehr gegen den eigenen Rhythmus zu leben, sondern im Einklang mit ihm.
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