Yoga und Meditation im Spätsommer: Frau sitzt im freien in einer sitzenden Yoga-Asana und streckt die Arme zum Himmel

| Mindfulness

Yoga und Meditation für mehr Balance im Spätsommer

Der Sommer lädt uns dazu ein, das Leben in seiner ganzen Fülle zu genießen: lange Abende im Freien, Reisen, Ausflüge, Treffen mit Freunden und spontane Pläne. Wir verbringen mehr Zeit draußen, sind unterwegs und möchten die warmen, hellen Tage möglichst auskosten. Dabei dürfen unsere gewohnten Routinen auch einmal in den Hintergrund rücken. Vielleicht bleibt die morgendliche Yoga-Praxis häufiger aus, die Meditation findet nicht mehr jeden Tag ihren Platz oder die ruhigen Momente zu Hause werden seltener. Und so schön diese lebendige Zeit ist: Manchmal merken wir gegen Ende des Sommers, dass die vielen Aktivitäten und Eindrücke auch Energie gekostet haben. Vielleicht wächst die Sehnsucht nach etwas mehr Ruhe, Struktur und Zeit für dich selbst.

Der Spätsommer kann deshalb eine wunderbare Einladung sein, wieder bewusster nach innen zu schauen. Nicht, weil du den Sommer hinter dir lassen musst, sondern um seine letzten warmen Tage mit etwas mehr Ruhe und Achtsamkeit zu genießen.

Yoga und Meditation können dich dabei begleiten, mehr Achtsamkeit, Ruhe und Gelassenheit in deinen Alltag zurückzubringen.

Achtsamkeit kann uns dabei helfen, wieder zu kommunizieren, vor allem mit uns selbst. – Thich Nhat Hanh

Yoga und Meditation als kleine Anker im Alltag

Yoga und Meditation sind weit mehr als körperliche Übungen oder einzelne Momente der Ruhe. Sie können zu kleinen Ankern in deinem Alltag werden, besonders in Zeiten, in denen im Außen viel passiert.

Durch die bewusste Verbindung von Körper, Atem und Aufmerksamkeit entsteht Raum, um innezuhalten und wieder bewusster wahrzunehmen, wie es dir gerade eigentlich geht. Yoga kann dabei unterstützen, Spannungen im Körper wahrzunehmen und gleichzeitig Kraft, Beweglichkeit und Körperbewusstsein zu fördern. Meditation wiederum schenkt dir die Möglichkeit, deine Aufmerksamkeit bewusst nach innen zu richten und für einen Moment aus dem Strom der Gedanken und äußeren Eindrücke auszusteigen.
Dabei muss deine Praxis weder lang noch besonders aufwendig sein. Schon wenige bewusste Minuten können zu einer wertvollen Pause in deinem Tag werden.

Mit kleinen Schritten zur Gelassenheit: Schaffe achtsame Routinen

Eine regelmäßige Yoga- und Meditationspraxis kann dir helfen, dauerhaft Ruhe und Balance in dein Leben zu bringen. Der Schlüssel liegt darin, Routinen zu entwickeln, die du auch wirklich langfristig beibehalten kannst. 

  • Plane dir feste Zeiten für Yoga und Meditation im Tagesablauf ein und schaffe dir so ein Fundament für deine achtsame Routine. 
  • Beginne mit kleinen Schritten und plane kurze Yoga- oder Meditationszeiten am Tag z.B., ein 10-minütiger Yoga-Flow am Morgen oder eine 5-minütige Meditation in der Mittagspause können bereits sehr wohltuend sein. 
  • Konzentriere dich ganz auf dich: Wenn du dir fünf oder zehn Minuten Zeit für dich nimmst, versuche, diese Zeit auch wirklich dir zu schenken. Lege dein Handy beiseite, ziehe dich an einen Ort zurück, an dem du dich wohlfühlst, und erlaube deinen To-dos, für einen Moment zu warten.
    Hier kann dich auch Pratyahara, der Rückzug der Sinne aus dem Außen, unterstützen. Pratyahara ist eines der acht Glieder des Yoga und beschreibt das bewusste Zurückziehen der Aufmerksamkeit von äußeren Reizen.
  • Bleibe flexibel: Eine achtsame Routine soll dich unterstützen und nicht zu einem weiteren Punkt auf deiner To-do-Liste werden. Es wird Tage geben, an denen deine morgendliche Yoga-Einheit nicht möglich ist oder die geplante Meditation ausfällt.
    Vielleicht findest du später am Tag einen anderen Moment dafür. Und wenn nicht, beginnst du am nächsten Tag einfach wieder neu. Beständigkeit bedeutet nicht Perfektion. 
  • Plane Ruhe bewusst ein: Wir planen Termine, Verabredungen, Sport und Erledigungen, aber warum also nicht auch Momente, in denen nichts von uns verlangt wird? Eine Meditation nach dem Mittagessen, eine ruhige Yin-Yoga-Praxis am Abend oder zehn Minuten auf dem Bolster mit geschlossenen Augen können zu kleinen Ruheinseln werden. Gerade wenn die vergangenen Wochen voller Aktivitäten waren, darf Erholung wieder ganz bewusst einen Platz in deinem Alltag bekommen.

Damit du direkt mit deiner achtsamen Routine beginnen kannst, haben wir zwei wohltuende Einheiten für dich zusammengestellt, die sich ganz einfach und ohne großen Zeitaufwand in deinen Alltag integrieren lassen.
Ein geführter Body Scan lädt dich dazu ein, deine Aufmerksamkeit bewusst durch deinen Körper wandern zu lassen und wahrzunehmen, was gerade da ist. Gleichzeitig schenkt er dir einen Moment des Innehaltens, in dem du zur Ruhe kommen und ganz im Hier und Jetzt ankommen kannst. Klicke auf das Video, mach es dir bequem und nimm dir diesen Moment nur für dich.

Diese 30-minütige Yoga-Einheit lädt dich dazu ein, den Blick bewusst nach innen zu richten und dir Raum für Rückzug, Stille und achtsame Selbstwahrnehmung zu schenken.Im Mittelpunkt steht Pratyahara, das bewusste Zurückziehen der Sinne aus dem Außen.

Indem äußere Reize für einen Moment in den Hintergrund treten dürfen, entsteht Raum, um deinen Körper, deinen Atem und dich selbst wieder bewusster wahrzunehmen.
Eine sanfte Praxis, die dich dabei begleitet, zur Ruhe zu kommen und in deinem ganz eigenen Tempo wieder mehr bei dir anzukommen.

Nimm dir diese Zeit für dich und genieße deine Praxis. Viel Freude beim Mitmachen!

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